Unterrichtet wird nach einem staatlich vorgegebenen Lehrplan. Der Schwerpunkt liegt auf den berufsbezogenen Fächern Grafik-Design, Typografie, Fotodesign, Freies Zeichnen, Schriftgrafik und Medientechnik.
 
Hinzu kommen theoretische Fächer wie Deutsch, Ethik, Englisch, Wirtschafts- und Sozialkunde, Mathematik, Kunstgeschichte, Werbelehre und Werbetext.

Zum Erwerb der Fachhochschulreife können die zusätzlichen Fächer Englisch (FH)
und Mathematik (FH) gewählt werden.

Die Ausstattung der Schule befindet sich auf dem neuesten Stand der Technik und gewährleistet nicht nur im Fach Medientechnik eine praxisnahe Entwicklung der notwendigen technischen Fähigkeiten und den Umgang mit dem Computer als kreativem Medium.

Studienfahrten, Betriebsbesichtigungen und Ausstellungsbesuche gehören zu einer umfassenden Ausbildung und schaffen Querverbindungen, die in konkrete angewandte Aufgaben eingebracht werden können.


Grafik-Design

Im Fach Grafik-Design erhalten die Schüler/-innen eine umfassende berufliche Grundbildung.

Sie lernen die wesentlichen Aufgabenbereiche des Grafik-Design kennen und erfahren eine Einführung in die weiteren Zusammenhänge der visuellen Kommunikation. Die Schüler/innen erfassen die notwendigen Vorgänge bei Konzeption, Entwurf und Ausführung. Dabei sollen sie in die Lage versetzt werden, solche Aufgaben mit Hilfe aktueller Medien zu gestalten und zu realisieren.

Im 1. Schuljahr erarbeiten die Schüler/innen die bildnerischen Grundlagen des Grafik-Design im gegenständlichen und ungegenständlichen Bereich. Während des 2. und 3. Schuljahres orientiert sich die Arbeit der Schüler/innen zunehmend an geeigneten angewandten Aufgaben des Grafik-Design.

Die kreative Entwurfsarbeit und die praxisnahe Ausführung mit zeitgemäßer Technik gehen eine notwendige Synthese ein. An geeigneten Projekten werden auch Fächer übergreifende Arbeiten zur Ausführung gebracht.


Medientechnik

Im Fach Medientechnik erkennen die Schüler/innen die Bedeutung der Drucktechniken und der neuen Kommunikationsmedien.

Für die Realisation ihrer Gestaltungsideen erlangen die Schüler/innen die Fertigkeiten, digitale Techniken sachgerecht einzusetzen. Da ein vollständiges Beherrschen digitaler Medien aufgrund der ständigen technischen Weiterentwicklung so gut wie unmöglich ist und der Unterricht nur einen Einstieg bietet, ist für die Schüler/innen ein darüberhinausgehendes Beschäftigen mit diesen Techniken in der Freizeit notwendig.

Die Schüler/innen lernen die Planung und Ausführung der Medientechniken und beziehen hierbei neueste technische Entwicklungen mit ein. Durch fächerübergreifende Projekte erlangen die Schüler/innen die Fähigkeit, die digitalen Techniken praxisgerecht und ökonomisch anzuwenden.


Typografie

Die Schüler/-innen lernen im Fach Typografie Funktion und Einsatz typografischer Gestaltungsmittel innerhalb des Entwurfsprozesses. Notwendige Abläufe beim typografischen Entwerfen, wie Konzeption und Idee, Skizze und Layout und die abschließende technische Ausführung, werden an geeigneten Aufgaben erlernt.

Im ersten Ausbildungsjahr wird der Schwerpunkt auf grundlegende Betrachtungen gesetzt: Die Entwicklung der Schrift, die Vielfalt der Schriftarten und deren Gliederung in Schriftgruppen sowie das Zusammenspiel aller typografischen Elemente. Hierbei lernen die Schüler/-innen die Einsatzmöglichkeiten von Schriftart, -größe, -stärke und -duktus, von Zeilenformen und Textanordnungen kennen. Sie lernen, sich der Komplexität typografischer Mittel bewusst zu werden und diese sinnvoll, zweckdienlich und mit dem nötigen Gespür für Ästhetik einzusetzen.

Außerdem lernen die Schüler/innen die Behandlung von Format, Fläche und Freiraum, von Satzspiegel, Raster und Netz. In den anschließenden beiden Ausbildungsjahren wird durch angewandte, praxisnahe Aufgabenstellung und durch theoretische Erörterung die Realisierung umfangreicher Arbeiten erprobt.  So wird zum Beispiel in Übungen und größeren Projektarbeiten die Fähigkeit ausgebaut, bei der Gestaltung von Anzeigen (-serien), Plakaten, Zeitschriften, Prospekten, Erscheinungsbildern usw. theoretisches Wissen in praktische Arbeit umzusetzen, dies auch und besonders unter Einbeziehung zeitgemäßer Technologien. Die Schüler/innen werden in die Lage versetzt, typografische Gestaltungsaufgaben konzeptionell und handwerklich zu realisieren und sie vom Layout bis zur Druckreife auszuführen.


Schriftgrafik

Die Schriftgrafik stellt ein Instrumentarium dar, das dem Grafik-Designer ermöglicht, selbst gestaltete Schriften fomalästhetisch und semantisch zum Ausdruck zu bringen.

Die Schüler/innen entwickeln geschriebene und gezeichnete Schriftformen oder eine Kombination aus beiden. Der Einsatz elektronischer Medien erweitert die darstellerischen Möglichkeiten. Schriftgrafik kann als eigenständige Ausdrucksform bestehen oder mit anderen Fächern wirksam eingesetzt werden.

Über das Kennenlernen  der Grundlagen der Schriftgrafik werden die Schüler/-innen befähigt, komplexe schriftgrafische Aufgaben zu entwickeln, die im zweiten und dritten Jahr in Fächer übergreifenden Projekten Verwendung finden können.


Freies Zeichnen

Im Fach Freies Zeichnen lernen die Schüler/innen vor der Natur die Umsetzung in eine reduzierte Formensprache und Darstellungsweise mit künstlerischen und grafischen Mitteln. Der Einsatz elektronischer Medien kann die Umsetzungsmöglichkeiten erweitern.

Das exemplarische Zeichnen von Gerät, Architektur und Akt / Figur vermittelt den Schüler/-innen die Seherfahrungen im 3D-Bereich und schafft so die Verwendung für alle Bereiche des Grafik-Designs.

Durch Fächer übergreifende Projekte erreichen die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit eine gestalterische Gesamtkonzeption zu entwickeln und auszuführen.


Fotodesign

Das Gestaltungsfach Fotodesign zeigt Möglichkeiten auf, mit Hilfe dieses Mediums zur Problemlösung in der visuellen Gestaltung beizutragen.

Die Schüler/-innen entwickeln Ideen zur visuellen Umsetzung durch die Fotografie. Wenn auch der Entwicklung der Konzeption größeres Gewicht zukommt, müssen sie grundsätzlich die fotografischen Ausführungen und die Probleme der Aufnahme- und Labortechnik kennen. Sie lernen Bilder auf ihre Verwendbarkeit zu  eurteilen, die Zusammenarbeit mit Berufsfotografen erfolgreich wahrzunehmen und kleinere multi-mediale Aufträge selbstständig zu verwirklichen.

Freie Arbeiten bereiten auf die Möglichkeiten origineller, am Zeitgeschmack orientierter Ergebnisse vor. Der Umgang mit neuen Medien und aktueller Technik soll die Schüler/-innen in die Lage versetzen, komplexe Gestaltungsaufgaben durch Bildideen und deren Umsetzung erfolgreich zu lösen.


Werbelehre

Die Schüler/-innen erhalten Einblick in die Grundstrukturen der Werbewirtschaft. Sie lernen die verschiedenen Verhaltensweisen und Bedürfnisse des Menschen in seinem sozialen Umfeld zu verstehen und ein daraus resultierendes Käufer-verhalten abzuschätzen. Verschiedene Analysen und Strategieformen sowie differenzierte Erfolgsmethoden bieten den Schüler/-innen das nötige Werkzeug konzeptionellen Handelns. Das Denken in Konzeptionen wird geschult.

Ein wichtiger Teil der Ausbildung ist der ästhetische Aspekt. Die Schüler/-innen lernen die möglichen Wirkungen von ästhetisch aufgearbeiteten Informationen abzuschätzen. Darüber hinaus lernen sie unterschiedliche Sachverhalte sprachlich zu erfassen und in Form von Werbetexten auszudrücken. Der professionelle Umgang mit der Sprache wird geschult. Querverbindungen zum Fach Deutsch sind selbstverständlich.

Das Fach Werbelehre steht in ständiger Korrespondenz mit den Fächern Grafik-Design und Typografie. Fächerübergreifende Projektarbeiten unterstützen die Transferleistung. Das persönliche Auftreten der Schüler/-innen wird durch die verbale Präsentation ihrer Arbeiten gestärkt.


Kunstgeschichte

Die Schüler/innen erkennen die komplexen Beziehungen zwischen Kunst, Architektur, Kunsthandwerk, Design und visueller Kommunikation und deren sozio-ökonomische, politische und geographische Bedingungen.

Erfahrungen und Wertungen ermöglichen ihnen, dadurch vergangene und gegenwärtige Formen, Funktionen und Ausdrucksverhalten besser zu verstehen.
Die Schüler/-innen werden zur Urteilsfindung befähigt, und Wissen wird anwendbar.

Exkursionen, Werkbetrachtungen, Ausstellungsbesuche, Handhabung von Bibliotheken und Bildarchiven, Referate und Facharbeiten unterstützen und erweitern die Basis eigener Arbeit. Auseinandersetzungen mit künstlerischen und gestalterischen Phänomenen vertiefen das Verständnis und sind wesentlicher Teil der Geschichte menschlicher Existenz und menschlichen Bewusstseins.


Deutsch

Der Deutschunterricht trägt wesentlich zur Erweiterung und Vertiefung der Allgemeinbildung bei, indem er Sozial-, Methoden- und Medienkompetenz vermittelt. Alle drei Kompetenzen werden an ein solides Basiswissen mit fachspezifischen Inhalten (Fachkompetenz im sprachlich-stilistischen wie formalen Bereich) angebunden.
Besonders wird die Sprachkompetenz als Voraussetzung jeglicher Handlungskompetenz gefördert, und die Fähigkeiten in der mündlichen wie schriftlichen Kommunikation und Präsentation erfahren eine Erweiterung.

Die Unterrichtseinheit »Literatur« hat eine wichtige Bedeutung, da sie den Schüler/innen die Möglichkeit gibt, sich mit verschiedenartigen und ungewohnten Darstellungen von Wirklichkeit zu beschäftigen. So können sie erkennen, dass Welt- und Lebenserfahrungen von persönlichen und geschichtlichen Erfahrungen abhängen.


Ethik

Durch unterschiedliche Fragestellungen, die aus verschiedenen Blickwinkeln erfolgen, werden die Schüler/innen befähigt, ihr Handeln zu reflektieren und selbst zu beurteilen, ob es richtig oder falsch war.
Außerdem werden sie in die Lage versetzt, die Motive, eventuell auch die gesellschaftlichen oder sozialen Zwänge ihres Handelns zu erkennen und die Folgen abzuschätzen. Indem allgemeingültige Normen und Werte betrachtet und diskutiert werden, erhalten die Schüler/innen Leitlinien für ihr Handeln – auch im späteren Beruf, doch die Entscheidungen werden ihnen nicht abgenommen.


12.02.2006
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