Nichts für Kamerascheue

Am ersten Schultag noch schüchtern...
... gestärkt...
... beim gemeinsamen Willkommensfrühstück.
Neugierig auf Tim Krieger (li.) und Ebby May...
... auf Sylke Hensel und Uli Peter...
... auf Jürgen Häffner (li.) und das Fotolabor...
... und schließlich aufgetaut im Gespräch mit Bertold Gantner vor dem Mac.

Der Blick in den Computerraum hellte die eine oder andere noch schüchterne Mine auf, mit der einige der 26 Teilnehmer ins neue Berufskolleg Foto- und Medientechnik starteten: Ihrer Ausbildung an der Schule für Gestaltung des Kolping-Bildungszentrums in Heilbronn sehen die 16 bis 35-Jährigen neugierig entgegen – spätestens, seit sie die edlen weißen Mac-Computer, das Fotolabor und das modern ausgestattete Studio inspiziert haben. Unterrichtet werden sie in der Rosskampfstrasse 12, wo die Schule für Gestaltung ein Mietobjekt der Stadt zu freundlichen Fach- und Klassenräumen umfunktioniert hat. In der Villa Nestle, Sitz des Berufskolleg Grafik-Design, wartete die Schulleitung mit einem üppigen Frühstück für die Ankömmlinge auf  - erste Kontaktaufnahme und Vorstellung der Dozenten inklusive.

Kamerascheu ist in dem angestrebten Berufsfeld fehl am Platz. Damit sie gar nicht erst aufkommen konnte, standen die Grafik-Designer aus dem zweiten Ausbildungsjahrgang parat, um das große Willkommen abzulichten und im nagelneuen Fotostudio zauberte Dozent und Fotograf Ebby May gleich per „head shot“ jedes neue Gesicht auf den Bildschirm: Eine Kennenlern-Hilfe, die gleich schon einen Eindruck vermittelte, wie künftig das praktische Arbeiten funktionieren wird. Die Bildaufnahmetechnik ist im dicht bestückten Stundenplan nur eines der Pflichtfächer.

Genauso wichtig sind Bildverarbeitungstechnik, Foto- und Medientechnik, angewandte Physik und Chemie oder Informationstechnik. Klassenlehrer, Medienprofi und Fachbereichsleiter Jürgen Häffner gab mit seiner organisatorischen Einführung einen ersten Eindruck davon, wie effizientes Arbeiten aussehen wird, damit die Schülerinnen und Schüler in zwei Jahren als Absolventen vor ihm stehen. Die meisten von ihnen werden dann auch die Fachhochschulreife in der Tasche haben, denn parallel zur Ausbildung, ist der Erwerb der Fachhochschulreife möglich. Dass die bunt gemischte Gruppe in den nächsten zwei Jahren zu einer Klasse zusammenwächst, ist Schulleiter Horst Strümann ein Anliegen: „Wir sind eine kleine Schule, das ist unsere Chance“, warb er dafür, sich gegenseitig zu unterstützen und die Angebote zum gemeinsamen Arbeiten wahrzunehmen.

Fachkompetenz bringen Schüler wie Tovje Paukert aus Vaihingen-Enz bereits mit, der auf eine Fachinformatiker-Ausbildung aufbaut. Steven Zuleger aus Sinsheim ist mit seinen 24 Jahren schon Orgelbauer und in digitaler Film- und Computeranimation vorgebildet. Er träumt nicht als einziger davon, später die Ludwigsburger Filmakademie zu besuchen. Hoffnungsvoll sieht Nicole Thurn die Möglichkeiten, die sich einer foto- und medientechnischen Assistentin eröffnen: „Irgendwas geht da schon“, ist sich die 16-Jähirge sicher, die vom Gymnasium kommt.

Sonntag, 18.05.2008
Qualitätsgemeinschaft