Das Berufliche Gymnasium sozialpädagogische Richtung (SozialpädagogischesGymnasium, SG) führt in drei Jahren Vollzeitunterricht zur Allgemeinen Hochschulreife - ohne Beschränkung auf bestimmte Studienrichtungen. Es kommt insbesondere Schüler/-innen entgegen, die sich gerne mit pädagogisch-psychologischen Sachverhalten auseinandersetzen. Die Inhalte des Profilfaches "Pädagogik und Psychologie" bieten u. a. eine sehr gute Vorbereitung auf die Studiengänge

  • Pädagogik
  • Psychologie
  • Soziale Arbeit
  • Soziologie
  • Sozialwissenschaften
  • Rechtswissenschaft
  • Verwaltungswissenschaft
  • Lehramtstudiengänge

Das SG legt zudem ausgezeichnete fachliche Grundlagen für Ausbildungsgänge im Sozialwesen wie z.B.: Erzieher/in, Arbeitstherapeut/-in, Logopäde/-in, Fachlehrer/-in an Sonderschulen u.a.

Eine berufsbezogene Vorbildung, wie sie an einem sozialpädagogischen Gymnasium vermittelt wird, ist für diese Studien- und Ausbildungsgänge sehr wünschenswert und nachdrücklich zu empfehlen. Hier erfolgt eine frühzeitige Heranführung an die Berufsfelder und beugt dadurch einer falschen Berufwahl durch mangelnde Praxiserfahrung und Berufskenntnis vor.

Im Unterricht lernen die Schüler/-innen psychische und soziale Grundbedingungen des menschlichen Verhaltens und Erlebens in der Wechselwirkung mit kulturellen, sozialen und ökonomischen Veränderungsprozessen kennen. Verschiedene Themenkreise wie "Interkulturalität" und "Medienerziehung" leiten dabei auch die Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftspolitischen und sozialen Fragen ein. Die Schüler/-innen werden befähigt, sich selbstständig Wissen anzueignen, Probleme zu lösen und Handlungskompetenz zu erwerben.

Ein Praktikum, Besuche von sozialen Einrichtungen und die konkrete Arbeit an Fallbeispielen aus der sozialpädagogischen/psychologischen Praxis im Rahmen des Unterrichts schlägt die Brücke zwischen theoretischer Vermittlung und praktischer Anwendung.

Die gestiegene gesellschaftliche Akzeptanz der Bedeutung der frühkindlichen Bildung und Erziehung, verbunden mit der anstehenden Einrichtung neuer Kindertageseinrichtungen für Ein- bis Dreijährige, lässt den Bedarf an speziell ausgebildeten Erzieher/innen und Elementarpädagogen/innen (B.A.) in den nächsten Jahren deutlich steigen. Mit Beginn des Wintersemesters 2007 wurden an den Pädagogischen Hochschulen (PH) in Baden-Württemberg neue Studiengänge im Bereich Sozialpädagogik, wie beispielsweise der BA-Studiengang „Frühkindliche und Elementarbildung“, eingeführt.

Sozialpädagogische Gymnasien gibt es in Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterRavensburg und Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterStuttgart, ab dem Schuljahr 2009/10 auch in Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterHeilbronn und Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterRiedlingen.

Mittwoch, 7.01.2009
Qualitätsgemeinschaft