CiLL - Creativity in language learning
Fremdsprachenkenntnisse ermöglichen es, über Ländergrenzen hinweg beruflich und privat mobil zu sein. Wer eine Fremdsprache spricht, kann beispielsweise in einem anderen Land leben, arbeiten oder studieren und sich beruflich und persönlich weiterentwickeln.
Ziel der Partnerschaft ist daher die Verbesserung der Fremdsprachkompetenz verschiedener Gruppen von Lernenden sowie der Qualität des Fremdsprachenunterrichts. Unter der aktiven Einbeziehung von Lehrenden und Lernenden werden kreative Lehr- und Lernmethoden für den Fremdsprachenunterricht angewandt und eingesetzt.
Die Partnerschaft besteht aus Bildungseinrichtungen aus Deutschland, Finnland, Italien, Litauen und Polen. Einige von ihnen haben umfassende Erfahrung im Einsatz von kreativen Methoden im Fremdsprachenunterricht und werden ihre speziellen Kenntnisse im Bereich Erzählkunst, Theaterpädagogik oder Filmproduktion mit den weniger erfahrenen Partnern teilen. Anhand einer Reihe von Workshops mit Lehrenden und Lernenden werden theoretische Hintergründe und Fähigkeiten vermittelt, um die kreativen Methoden erfolgreich in den Partnereinrichtungen einzusetzen. Dabei spielt auch der allgemeine Erfahrungsaustausch eine wichtige Rolle. Im Anschluss wird das Erlernte und Erlebte unter Einbeziehung von Lehrenden und Lernenden in den beteiligten Partnerorganisationen erprobt und angepasst.
Basierend auf der Auswertung der Erprobung werden Empfehlungen für die Integration kreativer Methoden im Unterrichtsalltag entworfen.
Grundtvig-Projekt "migrants+
Das Projekt
Jedes Jahr wandern zwischen eineinhalb und zwei Millionen Menschen aus Drittstaaten in die Europäische Union (EU) ein. Allein diese Zahlen machen die Bedeutung der Themen Migration und Integration für alle EU-Mitgliedsstaaten deutlich.
Im Projekt MIGRANTS+ stand die Verbesserung der Teilhabe von Migrant/-innen als gleichberechtigte Mitglieder einer Gesellschaft und die Prävention von Ausgrenzung im Mittelpunkt. Im Rahmen der zweijährigen Kooperation entwickelten neun Einrichtungen aus acht europäischen Ländern ein Softwaretool weiter, das in Beratungs- und Bildungseinrichtungen mit Angeboten für Migrant/-innen eingesetzt werden kann.
Das Softwaretool namens SOAS (Self Assessment of Skills) dient dazu, Kenntnisse der Migrant/-innen in zehn verschiedenen Bereichen zu testen und zu bewerten. Dabei können in allen Partnersprachen sowohl allgemeine Kenntnisse wie Interkulturelle Kompetenz, Sprachkenntnisse, Kommunikation und Sozialkompetenz, als auch arbeitsweltbezogene Wissensbereiche wie Mathematik, Arbeitssicherheit, Internet, EDV, Arbeits- und Sozialversicherungsrecht und Menschenrechte getestet werden. Auf Basis der Testergebnisse generiert das SAOS-Tool Vorschläge, die bei der Vertiefung und Erweiterung von Kenntnissen Hilfestellung und Orientierung bieten.
Die Praxistauglichkeit des Tools wurde im Rahmen von Pilotaktionen in den Partnereinrichtungen in Deutschland, Großbritannien, Italien, Polen, der Tschechischen Republik und der Türkei getestet. Insgesamt nahmen 180 Migrant/-innen daran teil. Die Ergebnisse zeigen, dass das Tool ein geeignetes Hilfsmittel für den Einsatz bei der Beratung und Weiterbildung von Migrant/-innen ist.
Eine Demoversion der Software finden Sie in Kürze auf der Projektwebsite


