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Grundtvig Lernpartnerschaft
Diese Lernpartnerschaft entstand im Rahmen eines Kontaktseminares in Italien, das im November 2006 stattfand. Dort entwickelte sich die Idee, durch best practice Beispiele aus der täglichen Arbeit der Bildungsinstitutionen voneinander zu lernen. Durch diesen internationalen Vergleich der Arbeitsweise soll die Qualität der Angebote verbessert werden.
5 Organisationen stellten einen gemeinsamen Antrag, vier erhielten eine Bewilligung und arbeiten nun unter der Leitung der koordinierenden Einrichtung Red2Green an der Umsetzung des Projekts.
Bericht vom internationalen Projekttreffen in Schwäbisch Gmünd
Nachdem beim ersten Treffen die koordinierende Einrichtung Red2Green in Swaffham Bulbeck bei Cambridge Gastgeber war empfing diesmal das Kolping-Bildungszentrum Schwäbisch Gmünd die Gäste aus England und Frankreich.
Im Rahmen der Lernpartnerschaft werden die Rolle der Bildung und die Beschäftigungschancen für Erwachsene und Jugendliche mit Lernschwierigkeiten und Behinderungen sowie für sozial Benachteiligte untersucht. Ziel ist die gemeinsame Entwicklung neuer Lernmethoden unter Berücksichtigung der speziellen Bedürfnisse dieser Zielgruppen und die Erweiterung der europäischen Zusammenarbeit.
Das Treffen in Schwäbisch Gmünd gab nicht nur den Mitarbeitern der ausländischen Bildungseinrichtungen, sondern auch Lernenden der Partnereinrichtungen die Möglichkeit, am Erfahrungsaustausch teilzunehmen.
Das Treffen begann mit einem Empfang durch den Kulturbürgermeister Dr. Joachim Bläse im Kulturzentrum Prediger. Anschließend erkundeten die Lernenden die Stadt und besuchten die Frauenwerkstatt der a.l.s.o (Arbeitslosenselbsthilfe-Organisation), ein Projekt in dem arbeitslose junge Frauen qualifiziert werden.
Die MitarbeiterInnen der Bildungseinrichtungen führten währenddessen den Informationsaustausch über die Bildungssysteme ihrer Länder und die Arbeitsweisen der beteiligten Institutionen fort. Ein gemeinsamer Muster-Lehrplan/Muster-Curriculum wurde erarbeitet.
Anhand des Vergleichs der Lehrpläne beispielsweise für Langzeitarbeitslose sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausgearbeitet und Best-Practice-Ansätze und -Methoden identifiziert werden. Die Erkenntnisse des internationalen Vergleichs werden genutzt, um die Qualität der Angebote zu verbessern.
Zudem wurde eine Präsentation erarbeitet, die über Charakteristika der Zielgruppen sowie mögliche Probleme bei und Hinweise zur (Wieder-)Eingliederung informiert. Sie soll auf Messen, in Schulen und Arbeitsagenturen eingesetzt werden.
Das Treffen bot allen Beteiligten die Möglichkeit, sich nicht nur über die beruflichen Aspekte auszutauschen, sondern auch die jeweilige Sprache und Kultur kennen zu lernen. Die englischen Gäste hatten dafür sogar Kostproben der englischen Küche mitgebracht.
Wie sich zeigte, wurden bei dem einen oder anderen Gast Vorurteile gegenüber Deutschland abgebaut; ein englischer Lerner äußerte sich während und nach dem Treffen überrascht und begeistert über die Gastfreundlichkeit der deutschen Gastgeber.
Ein Besuch bei dem Naturkosmetikhersteller Weleda rundete das Treffen ab. Nach einer entspannenden Handmassage traten die TeilnehmerInnen voll positiver Eindrücke die Heimfahrt an.
Einen Bericht vom internationalen Projekttreffen in Frankreich finden Sie hier:
Treffen in St. Dié
Wer oder was ist Grundtvig?
In GRUNDTVIG 1 KOOPERATIONSPROJEKTEN arbeiten Einrichtungen der Erwachsenenbildung miteinander, um gemeinsam innovative Bildungsprodukte und Ergebnisse mit europäischem Mehrwert zu entwickeln, zu erproben und zu verbreiten. Die erarbeiteten Produkte müssen die aktive Mitwirkung aller Partnerinstitutionen erkennen lassen.
Ziele:
- Förderung der europäischen Zusammenarbeit im Bereich des Lebenslangen Lernens insbesondere zwischen Einrichtungen der Erwachsenenbildung,
- Verbesserung der Ausbildung von Personen, die in der Erwachsenenbildung tätig sind,
- Entwicklung konkreter Produkte und anderer Ergebnisse, die ein größeres Potenzial für mehrere europäische Länder aufweisen,
- Aktivierung der Debatte über Lebenslanges Lernen und Information über bewährte Praxisbeispiele.
Ihren Namen erhielt die Aktion von Nikolaj Frederick Severin Grundtvig (1783-1872), einem dänischen Theologen und Dichter, der wichtige Impulse für das Lebenslange Lernen gegeben hat und als Begründer der Heimvolkshochschulen (Leben und Lernen unter einem Dach) gilt.
Projektpartner
Red2Green (Turning the Red Lights Green), Großbritannien
GRETA de SAINT DIE, Frankreich
Liceo Scientifico Pitagora, Italien
Kolping-Bildungszentrum Schwäbisch Gmünd
English Version:
http://www.kolping-bildungswerk.de/794.0.html
PROJEKT ZUKUNFT
Intensive Betreuung für Hauptschüler bei der Lehrstellensuche
Berufsorientierung ist schon seit Jahren ein fester Bestandteil des Lehrplans an Hauptschulen. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit verschiedenen Berufsbildern auseinander, lernen, wie man Bewerbungen schreibt und erfahren, wie man sich bei einem Bewerbungsgespräch möglichst gut präsentiert. Dennoch wird Hauptschülern immer wieder nachgesagt, dass ihnen die nötige Ausbildungsreife fehlt. Und viele finden nach ihrem Abschluss tatsächlich erst einmal keine Lehrstelle.
Die Finazierung von PROJEKT ZUKUNFT übernehmen die Agentur für Arbeit, die Arbeitsgemeinschaft zur Beschäftigungsförderung im Ostalbkreis (abo) und der Landkreis. So erhalten Schülerinnen und Schüler im Ostalbkreis intensive Betreuung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz - und zwar nicht von ihren Lehrern, sondern von Mitarbeitern anderer Bildungsträger.
Hier werden nicht nur diejenigen, die noch keine Lehrstelle haben, individuell bei der Lehrstellensuche begleitet, einmal wöchentlich werden auch alle Acht- und Neuntklässler im Klassenverband auf das Berufsleben vorbereitet. Außerdem will man die Jugendlichen auch nach dem Schulabschluss nicht aus den Augen verlieren. Noch ein halbes Jahr später haben die jungen Leute die Möglichkeit, mit den Betreuern Kontakt aufzunehmen, sie um Hilfe zu bitten.
Die Heinrich-Prescher-Schule in Gschwend, die Scheuelbergschule Bargau und die Grund- und Hauptschule Leinzell werden vom Kolping-Bildungszenrum Schwäbisch Gmünd betreut.
Nähere Informationen:
Kolping-Bildungszentrum, Graf-von-Soden-Straße 7, 73527 Schwäbisch Gmünd
Telefon 07171 / 181917-0 e-Mail gmuend@kolping-bildungswerk.de
oder
hier

