JBH - Jugendberufshilfe an den beruflichen Schulen

Das Projekt

Im Allgemeinen wechseln Schüler aus den allgemeinbildenden Schulen nach Ende ihrer Schulzeit in eine Berufliche Schule zur schulischen Ausbildung oder in eine betriebliche Berufsausbildung. Wer dies nicht auf direktem Weg erreicht, absolviert meist eine Zwischenqualifizierung - entweder das so genannte Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) oder das Berufseinstiegsjahr (BEJ) - an einer Beruflichen Schule. Viele BVJ/BEJ-SchülerInnen haben eine Förder- oder Hauptschule besucht und haben kein oder ein schlechtes Abschlusszeugnis. Oft weisen sie soziale Defizite wie Leistungs- und Lernschwächen auf und verfügen nur über unzureichende Fähigkeiten und Möglichkeiten, ihre Lebensentwürfe selbständig zu planen. Das Projekt Jugendberufshilfe an Beruflichen Schulen 2008 greift diese Problematik auf und führt die erfolgreiche Arbeit ähnlicher ESF-Projekte weiter, die an Beruflichen Schulen in den Jahren 2004 bis 2007 umgesetzt wurden. Ziel des Projekts ist es, die BVJ/BEJ-SchülerInnen zu motivieren, eine Lebens- und Berufsperspektive zu entwickeln und ihnen dabei zu helfen, diese umzusetzen. Konkret heißt das, dass die SchülerInnen bei der Berufswahl und Ausbildungssuche unterstützt und auf eine Ausbildung bzw. Berufstätigkeit vorbereitet werden.

Für die Umsetzung dieser Aufgabe sind Jugendberufshelfer (Jugendsozialarbeiter) des Kolping-Bildungszentrums Schwäbisch Hall/Crailsheim verantwortlich, die in den beiden Beruflichen Schulen des Landkreises Schwäbisch Hall/Crailsheim eingesetzt werden. Sie betreuen bis zu 256 SchülerInnen des BVJ und des BEJ und bieten regelmäßige Sprechstunden an. Im Rahmen von Einzelfallhilfen erarbeiten sie mit den SchülerInnen individuelle Zukunftspläne, vermitteln Kontakte zu Beratungsstellen und Behörden und unterstützen bei der Lehrstellensuche und bei Bewerbungen. Auch die Eltern der SchülerInnen werden in die Betreuung involviert.

Wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Schulsozialarbeit ist die enge und zielgerichtete Zusammenarbeit mit den zuständigen KlassenlehrerInnen sowie allen an der Ausbildung von Jugendlichen beteiligten Stellen. Deshalb finden regelmäßig regionale Arbeitskreise statt. Beteiligt sind die Schulen, der Landkreis (Jugendamt), die örtliche Arbeitsagentur sowie die Schulsozialarbeiter.

Gemeinsam wird daran gearbeitet, allen TeilnehmerInnen am Ende des BVJ/BEJ eine Perspektive zu eröffnen. Angestrebt wird eine Vermittlungsquote in Ausbildung / Arbeit / weiterführende Schule oder berufsvorbereitende Maßnahme von 95%. Dieses ehrgeizige Ziel steht unter dem Motto "Kein Abschluss ohne Anschluss".

Kolping-Bildungszentrum
Schwäbisch Hall und Crailsheim

Ansprechpartnerin
Gerlinde Frey, Leiterin Erwachsenenbildung
gerlinde.frey@kolping-bildungswerk.de

EU-Förderprogramm
ESF Ziel 2

Fördersumme
49.855 €

Förderzeitraum
1.1.2008 – 31.12.2008

Sonntag, 18.05.2008
Qualitätsgemeinschaft