Power DAF - Deutsch als Fremdsprache
Das Projekt
Die allgemeine wirtschaftliche Lage und der Arbeitsmarkt in der Region Schwäbisch Gmünd weisen positive Entwicklungstendenzen auf. Allerdings profitieren nicht alle Personengruppen davon. Insbesondere junge MigrantInnen haben Probleme, sich in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Die Gründe sind vielfältig: geringe Sprachkenntnisse, fehlende oder schlechte Schulabschlusszeugnisse und geringe berufliche Qualifikationen. Junge ZuwanderInnen, die das reguläre deutsche Schulsystem nicht durchlaufen haben, kennen meist wichtige Hilfsangebote wie die Berufsberatung der Agentur für Arbeit nicht. Auch die Erfahrung im Rahmen von Berufspraktika fehlt in vielen Fällen. Hinzu kommt, dass zugewanderte Eltern meist nicht über das nötige Know How verfügen, um ihre heranwachsenden Kinder bei der Ausbildungs- und Arbeitsplatzsuche unterstützen zu können.
Das Projekt greift diese Problematik auf und verfolgt das Ziel, junge MigrantInnen (bis zum Alter von 30 Jahren) auf die Erwerbstätigkeit am ersten Arbeitsmarkt vorzubereiten. Drei Partnerorganisationen, das Kolping-Bildungszentrum Schwäbisch Gmünd, die VHS Schwäbisch Gmünd und IN VIA Katholische Mädchensozialarbeit / IN VIA Jugendmigrationsdienst Schwäbisch Gmünd arbeiten in drei Teilprojekten an diesem Ziel. Im ersten Teilprojekt nehmen die TeilnehmerInnen an einem Deutschkurs „Deutsch für den Beruf“ der VHS Schwäbisch Gmünd teil. Dieser schließt mit der Prüfung zum Zertifikat „Deutsch für den Beruf“, einer international anerkannten Prüfung, ab. Anschließend folgt die berufliche Qualifizierung beim Kolping-Bildungszentrum mit betrieblichem Praktikum. Während beider Teilprojekte werden die TeilnehmerInnen von MitarbeiterInnen von IN VIA Katholische Mädchensozialarbeit in Kooperation mit dem IN VIA Jugendmigrationsdienst Schwäbisch Gmündsozialpädagogisch beraten und unterstützt. Die Beratung und Unterstützung basiert auf gezieltem Profiling mit der Methode des Case Managements. Die sozialpädagogische Betreuung geht nach den Praktika in eine Nachbetreuung zur Sicherung des Projekterfolges über.
Wir streben eine Vermittlungsquote in den ersten Arbeitsmarkt von mindestens 50% an. Dies erscheint auf den ersten Blick ein nicht allzu ehrgeiziges Ziel zu sein. Berücksichtigt man jedoch die schwierigen persönlichen Voraussetzungen der TeilnehmerInnen, so kann diese Quote als ehrgeizig bezeichnet werden.
Projektpartner
Kolping-Bildungszentrum Schwäbisch Gmünd
VHS Schwäbisch Gmünd
IN VIA Katholische Mädchensozialarbeit Diözese Rottenburg Stuttgart e.V. /
IN VIA Jugendmigrationsdienst Schwäbisch Gmünd
Ansprechpartnerin
Patricia Hagenbach, Leiterin Kolping-Bildungszentrum Schwäbisch Gmünd
patricia.hagenbach@kolping-bildungswerk.de
EU-Förderprogramm
ESF Ziel 2
Fördersumme
48.232 €
Förderzeitraum
14.01.2008 – 13.10 2008
Unterstützt durch das Ministerium für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds


