2007 Schulsozialarbeit an den Beruflichen Schulen
Das Projekt
Im Allgemeinen wechseln Schüler aus den allgemeinbildenden Schulen nach Enden ihrer Schulzeit in eine Berufliche Schule zur schulischen Ausbildung oder in eine betriebliche Berufsausbildung. Wer dies nicht auf direktem Weg erreicht, absolviert meist eine Zwischenqualifizierung - das so genannte Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) - an einer Beruflichen Schule. Viele BVJ-SchülerInnen haben eine Förder- oder Hauptschule besucht und haben kein oder ein schlechtes Abschlusszeugnis. Oft weisen sie soziale Defizite wie Leistungs- und Lernschwächen auf und verfügen nur über unzureichende Fähigkeiten und Möglichkeiten, ihre Lebensentwürfe selbständig zu planen. Das Projekt Schulsozialarbeit an Beruflichen Schulen 2006-2007 griff diese Problematik auf und führte die erfolgreiche Arbeit des gleichnamigen ESF-Projekts weiter, das an Beruflichen Schulen in den Jahren 2004 bis 2006 umgesetzt wurde. Ziel des Projekts war es, die BVJ-SchülerInnen zu motivieren, eine Lebens- und Berufsperspektive zu entwickeln und ihnen dabei zu helfen, diese umzusetzen. Konkret heißt das, dass die BVJ-SchülerInnen bei der Berufswahl und Ausbildungssuche unterstützt und auf eine Ausbildung bzw. Berufstätigkeit vorbereitet wurden.
Für die Umsetzung dieser Aufgabe waren Jugendberufshelfer (Jugendsozialarbeiter) des Kolping-Bildungszentrums Schwäbisch Hall/Crailsheim verantwortlich, die in den beiden Beruflichen Schulen des Landkreises Schwäbisch Hall/Crailsheim eingesetzt wurden. Sie betreuten bis zu 400 SchülerInnen des BVJ und boten regelmäßige Sprechstunden an. Im Rahmen von Einzelfallhilfen erarbeiteten sie mit den SchülerInnen individuelle Zukunftspläne, vermittelten Kontakte zu Beratungsstellen und Behörden und unterstützten bei der Lehrstellensuche und bei Bewerbungen. Auch die Eltern der BVJ-SchülerInnen wurden in die Betreuung involviert.
Wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Schulsozialarbeit war die enge und zielgerichtete Zusammenarbeit mit den zuständigen KlassenlehrerInnen sowie allen an der Ausbildung von Jugendlichen beteiligten Stellen. Deshalb fanden zweimal pro Schuljahr regionale Arbeitskreise statt. Beteiligt waren die Schulen, der Landkreis (Jugendamt), die örtliche Arbeitsagentur sowie die Schulsozialarbeiter.
Gemeinsam wurde daran gearbeitet, allen TeilnehmerInnen am Ende des BVJ eine Perspektive zu eröffnen. Angestrebt wurde eine Vermittlungsquote in Ausbildung / Arbeit / weiterführende Schule oder berufsvorbereitende Maßnahme von 100%. Dieses ehrgeizige Ziel stand unter dem Motto "Kein Abschluss ohne Anschluss".
Kolping-Bildungszentrum
Schwäbisch-Hall/Crailsheim
Ansprechpartner
Gerlinde Frey, Leiterin Bildungszentrum
gerlinde.frey@kolping-bildungswerk.de
EU-Förderprogramm
ESF Objective 3
Fördersumme
72.300 €
Förderzeitraum
01.10.2006 - 31.12.2007

