Kunst und Medieninformatik verbinden Heilbronn und Béziers
Mit ihren Bildern von Heilbronns Partnerstadt haben die angehenden Grafik Designer der Schule für Gestaltung des Heilbronner Kolping-Bildungszentrums auf sich aufmerksam gemacht – zuletzt anlässlich der Deutschen Woche in der Region Languedoc Rousillon mit einer Ausstellung im Rathaus von Béziers. Entstanden ist neben eindrucksvollen Stadtansichten und neuen Freundschaften auch eine neue Partnerschaft der Schule mit dem Institut Universitaire de Technologie, I.U.T.
Scho in diesem Winterhalbjahr beginnt der Austausch. Die ersten drei Kolping-Schüler aus dem Berufskolleg Grafik Design hospitieren an der I.U.T.-Niederlassung in Béziers, um die die Programmiersprache PHP zu studieren. Mit ihrem neuen Wissen wollen sie zusammen mit ihren französischen Studienkollegen eine englischsprachige Internetseite zum Thema „Canal du midi“ gestalten. „Wasser“ als übergeordnetes Thema wird auch die französischen Austauschstudenten beschäftigen, die im kommenden Februar für vier Wochen das Berufskolleg Grafik Design besuchen. Ihr Studienprojekt wird „Heilbronn – Stadt am Fluss“ heißen. Der stark technisch ausgerichtete Studiengang Medieninformatik der französischen Studenten soll dabei von den künstlerischen und gestalterischen Fähigkeiten profitieren, die in der Villa vermittelt werden. Das Ergebnis der Zusammenarbeit, während derer die französischen Gäste den Unterricht in den gestalterischen Fächern besuchen, wird eine Broschüre zum Thema sein.
Um der Zusammenarbeit auch formal ein Fundament zu geben, werden beide Bildungseinrichtungen zusammen mit den jeweils für die Partnerschaft Verantwortlichen eine offizielle Vereinbarung schließen. Damit wird ein regelmäßiger Studenten- und Schüleraustausch etabliert, der die Verbindungen beider Städte um eine weitere Facette bereichert.
Uli Peter, stellvertretender Leiter der Schule für Gestaltung, hat die Béziers-Reise seiner Klasse im Frühjahr begleitet und sieht für beide Partner gute Entwicklungschancen: „künstlerische und technische Aspekte spielen im Bereich Gestaltung in einer digitalisierten Welt zwei tragende Rollen. Wir können mit der neuen Kooperation beides zusammenbringen“.
Dass die Schüler und Studenten dabei die Möglichkeit erhalten, ein anderes Land kennenzulernen und sich mit deren Sprache und Kultur auseinanderzusetzen, freut KBZ-Leiterin Ilona Bräuninger: „Dass unsere Grafik Designer in Béziers so ein gutes Bild abgegeben haben, ebnet uns jetzt den Weg zu einer spannenden Zusammenarbeit. Beide Partner können Synergien nutzen“. Der kulturelle Austausch, der sozusagen gratis in den Begegnungen inbegriffen ist, liegt der Institutsleiterin außerdem am Herzen: „Schön, dass uns die Städtepartnerschaft zwischen Heilbronn und Béziers zugute kommt“, findet sie.


