Start der Grundtvig-Lernpartnerschaften


Be all you can be!

Projektpartner

Red2Green (Turning the Red Lights Green), Großbritannien
GRETA de SAINT DIE, Frankreich
Liceo Scientifico Pitagora, Italien
Kolping-Bildungszentrum Schwäbisch Gmünd

Diese neue Lernpartnerschaft entstand im Rahmen eines Kontaktseminares in Italien, das die Leiterin des Kolping-Bildungszentrums Schwäbisch Gmünd im Dezember 2006 besuchte. Dort entwickelte sich die Idee, durch best practice Beispiele aus der täglichen Arbeit der Bildungsinstitutionen voneinander zu lernen. Durch diesen internationalen Vergleich der Arbeitsweise soll die Qualität der Angebote verbessert werden. 

5 Organisationen stellten einen gemeinsamen Antrag, vier erhielten eine Bewilligung und arbeiten nun unter der Leitung der koordinierenden Einrichtung Red2Green an der Umsetzung des Projekts.

Das erste Treffen der Partner wird Anfang November 2007 in England stattfinden.

Projektdauer: 01.10.2007 – 30.07.2009
Fördersumme: 17.000 €

NEFOMA - Network with Focus on Marketing

Projektpartner
Witchford Village College, England
VHS Wien-Hietzing, Österreich
Kolping-Bildungszentrum Ravensburg 

Im Projekt NEFOMA dreht sich alles um das Marketing. Wir untersuchen, wer unsere Kunden sind, warum sie zu uns kommen und welche Kurse sie besuchen. Gleichzeitig entwickeln wir Strategien, um diejenigen anzusprechen und zu motivieren, die bislang wenig Interesse an der Weiterbildung haben. Auch die Meinung unser Kunden interessiert uns: im Rahmen eines Projektreffens in Ravensburg haben Lernende aus den drei Partnerländern das Marketingmaterial aller Partnereinrichtungen begutachtet. Ein wichtiges Resultat war, dass ein Teil des Materials als langweilig und wenig zielgruppenorientiert bewertet wurde. Es gibt also noch viel zu tun.

Der Auszug eines Artikels von Dr. Robert Streibel, Direktor der VHS Wien-Hietzing, verrät näheres über unser Projekt:

Wo sind sie geblieben? 

Das Grundtvig Projekt NEFOMA widmet sich ein vom Aussterben bedrohten Spezies in der Bildungslandschaft: den Männern. Kultur, Kirche und Kurse. Die drei Ks, die Männer meiden. Nicht nur in Österreich. Männer und Bildung, das ist so eine Sache. Die Bildung ist weiblich und damit ist nicht nur das Personal gemeint, sprich die Lehrerinnen. Unter den TeilnehmerInnen rangiert die Gruppe der Männer mit rund 20% in der Minderheitenposition, zumindest bei den Volkshochschulen und in den Bereichen der allgemeinen Erwachsenenbildung. 

Währen des ersten Projektjahres ist das Thema Männer aufs Tapet gekommen und wird im zweiten Jahr zu einem Schwerpunkt werden. Begonnen hat alles mit einem Witz. Beim ersten Treffen in Wien hatten wir uns vorgenommen, unsere Marketing-Strategien zu präsentieren. Wie sprechen wir die KundInnen an, mit welchen Methoden, wie sieht unser Werbematerial aus? Maureen Buchanan, die im Witchford College die Erwachsenenbildung koordiniert, erzählt von ihren Erfahrungen bei Messeständen und Informationstischen. Am liebsten spreche sie Männer an und stelle Ihnen eine verfängliche Frage „Was machen Sie nächsten Donnertag am Abend?“ Maureen über die Reaktionen: „An alles denken die Männer, doch sicher nicht an einen Kurs. Männer sind bei uns eine Rarität und für die Durchmischung der Gruppen wäre es sinnvoll, wenn mehr kommen würden.“ Aus dem Witz wurde bald Ernst und ein Schwerpunkt für das zweite Jahr des Grundtvig-Projektes.

Männer in der Bildung sind rar, doch nicht nur dort. Selbst in den Untersuchungen wie dem 1. Männerbericht des Bundesministeriums Österreichs aber auch in der bahnbrechenden Studie „MannsBilder“ - Ein Jahrzehnt Männerentwicklung von Paul Zulehner ist Bildung kein explizites Thema. Also Neuland winkt. Wie nähern wir uns nun dem Thema Mann und Bildung? Zuerst werden unsere Daten erhoben und verglichen, dann werden Interviews mit Teilnehmern geführt, ein fixer Fragebogen soll Vergleichbarkeit schaffen. Beim nächsten in Dezember 2007 werden Männer aus England, Deutschland und Österreich zusammentreffen und die Ergebnisse präsentiert. 

Forschung am lebenden Objekt, auch wenn es selten in der freien Natur anzutreffen ist, ist ein spannendes Unterfangen. Bei der willkürlichen Auswahl der Interviewpartner unter den Teilnehmern der Volkshochschule Hietzing sind wir tatsächlich auf einen Mann gestoßen, der seit mehr als 20 Jahren Kurse besucht und offen ist für neue Themen. Was ihn interessiert, das bucht er. Warum er und warum die anderen nicht? Meistens sind die Frauen im Hintergrund, die die Bildungsfäden ziehen und ihre Männer versuchen zu motivieren, für einen Bewegungskurs, für einen Sprachkurs.

Der Mann gibt noch immer viele Rätsel auf. Ob sie nach diesem Grundtvig-Projekt alle gelöst sein werden, ist ungewiss. Doch ein Feld haben wir dann sicher abgesteckt und das ist bei Ausgrabungen schon ein wichtiger Schritt.

Projektdauer: 01.10.2007 – 31.07.2008
Fördersumme: 8.500 €

Storytelling Tales from the Past - Stories for the Future

Projektpartner
Cardiff Council, Großbritannien
Centrum voor Volwassenenonderwijs, Belgien
Escuela Oficial de Idiomas, Spanien
Laboratorio di Arte Contemporanea della Bassa Lunigiana, Italien
Public Service Language Centre, Litauen
Kolping-Bildungswerk Württemberg e.V., Fremdsprachenschule Heilbronn

Geschichtenerzählen als Methode im Fremdsprachenunterricht – diesem Thema widmen sich die Projektpartner aus sechs Ländern.

Im ersten Projektjahr wählte jeder Partner eine Geschichte mit Bezug zur jeweiligen Region aus. Diese Geschichten wurden zunächst in der Landessprache erzählt oder dargestellt, dann in der Fremdsprache. Die Umsetzung der Geschichten war von Partner zu Partner unterschiedlich und beinhaltete eine große Bandbreite an Darstellungsmethoden. Der Schaffensprozess wurde in jedem der teilnehmenden Länder durch den Einsatz von Medien wie Video, Fotografie etc. dokumentiert und es fand ein regelmäßiger Austausch statt.

Bei einem Projekttreffen in Heilbronn präsentierten alle Partner die Ergebnisse ihrer mehrmonatigen Arbeit: Sie reichten von einfachen szenischen Darstellung bis hin zur aufwendigen Multimedia-Shows. Im zweiten Projektjahr soll ein gemeinsames „Produkt“ entstehen. Die Lernenden werden ein Hörspiel in verschiedenen Sprachen schreiben und aufnehmen. Seinen abschließenden Höhepunkt findet das Projekt in der Teilnahme an einem Festival rund ums Geschichtenerzählen in Wales im Juli 2008, wo alle Geschichten und das Hörspiel präsentiert werden sollen.

Projektdauer: 01.10.2007 – 31.07.2008
Fördersumme: 8.500 €  

Sonntag, 18.05.2008
Qualitätsgemeinschaft