Béziers mit fremden Augen gesehen

- Das Motiv fest im Blick, Dozent Uli Peter an der Seite: so ließ sich Heilbronns Partnerstadt bei Paradewetter gut erkunden.

- Das Projekt Béziers setzte bei den Grafik-Design-SchülerInnen nicht nur künstlerische Energie frei. Bis zum Schluss arbeiteten sie für eine gelungene Vernissage.

- So sah Florian Richtert Béziers durch die Grafiker-Brille.
Die Ausstellung zum Abschluss eines Studienaufenthalts der Grafik-Design-SchülerInnen aus Heilbronn fand große Beachtung
Aus einer spontanen Idee beim Partnerschaftsbesuch von
Béziers in Heilbronn im Jahr 2005 wurde 2007 ein Besuch, der den Grafik Design-Schülern des Kolping-Bildungszentrums Heilbronn unvergesslich bleiben wird. Zusammen mit ihrem Dozenten Uli Peter, stellvertretender Leiter der Schule für Gestaltung im Heilbronner Bildungszentrum, verbrachten sie eine Woche in der Partnerstadt, um sie zeichnerisch zu erkunden.
Mit gespitztem Bleistift, Skizzenblock, Farbe und Fotoapparaten bestimmten die 17 angehenden Grafik Designer nicht nur eine Woche lang das Stadtbild von Béziers mit. Ihre Ausstellung von 45 der insgesamt 70 entstandenen Werke hinterließ nicht nur bei den Stadtvertretern, allen voran Béziers Oberbürgermeister Raymond Couderc. einen guten Eindruck.
Auch Partnerschaftsbeauftragr Annie Dusol, Kulturschaffende vor Ort und viele interessierte Bürger zollten den deutschen Gästen Anerkennung für ihre Arbeiten. Neugierig, was die jungen „graphistes“ zu zeigen hatten, waren schon die Vernissage-Gäste einen Tag vor Rückreise der Heilbronner in die städtische Veranstaltungshalle gekommen. Die Besucher entdeckten in den Darstellungen ihrer Stadt, wie fremde Augen sie wahrgenommen und Nachwuchskünstler sie wiedergegeben hatten, manches wieder oder neu: Auf den Stufen der Kathedrale oder im Kreuzgang, auf der Brücke, in Cafés, im Schatten alter Häuser, auf dem Flohmarkt oder im Garten der Dichter hatten die Heilbronner Gäste ihre Motive gefunden und, thematisch geordnet, ausgestellt.
Fast rund um die Uhr begleiteten Dozent Uli Peter und Praktikant Normen Stoll die SchülerInnen, froh, dass ihnen die Kolping-Fremdsprachenschule Dennis Gebert als Dolmetscher an die Seite gestellt hatte. Zehn Stunden Französisch-Crashkurs und einen kunstgeschichtlichen Vortrag über Béziers hatten sie als Vorbereitung mit auf den Weg bekommen und fanden sich an ihren Arbeits- und einem Ausflugstag gut zurecht. Zuletzt forderte die Ausstellungsvorbereitung alle Kräfte.
Das Ergebnis überzeugte auch die Leiterin des Kolping-Bildungszentrums, Ilona Bräuninger, die mit Horst Strümann, dem Leiter der Schule für Gestaltung, angereist war und vom Eifer der Schüler ein sehr positives Bild gewann. Dass sie vor zwei Jahren Gisela Passarella-Mößner, Partnerschaftsabgeordnete in Béziers, als Kontaktperson gewonnen hatte, wertet Bräuninger als Glücksgriff. „Unsere Schüler hatten Gelegenheit, dort zu zeigen, was sie können“, freut sie sich. Dass sie so freundlich aufgenommen worden seien, habe die künftigen Grafik Designer motiviert, sich auch über die reine grafische Arbeit hinaus in das Projekt „Kunstausstellung“ einzubringen. Wertvoll ist Bräuninger auch der Kontakt zum
Institut Universitaire de Technologie (IUT) in Béziers. Die Studenten in dieser Außenstelle der Universität von Montpellier würden gern bei einem Austausch Heilbronn kennenlernen. Das Partnerschaftsbüro der Stadt Heilbronn weiß um diesen Wunsch...

