BQVB – Landkreisweites Netzwerk zur Integration Benachteiligter in den Arbeitsmarkt
Das Projekt
Das Netzwerk namens "Beschäftigungs- und Qualifizierungsverbund Biberach (BQVB)" wurde im Jahr 2000 von mehreren, im Landkreis Biberach ansässigen Beschäftigungs- und Bildungsträgern gegründet. Anlass für den Zusammenschluss war das Bestreben, gemeinsam ein ESF-Projekt zur Integration Benachteiligter in den Arbeitsmarkt durchzuführen. Seit dem Gründungsjahr arbeiten die Träger nun in unterschiedlicher Zusammensetzung und mit variierenden Schwerpunkten und Zielsetzungen zusammen.
Ziel des aktuellen Projekts ist es, die Qualifizierungs- und Integrationshilfen der einzelnen Träger optimal zu vernetzten, um so ein wirkungsvolles Angebot zu schaffen. Die Teilnehmer/-innen können verschiedene Hilfen der Träger in Anspruch nehmen und werden durch Qualifizierungsmaßnahmen auf eine Tätigkeit im ersten Arbeitsmarkt vorbereitet. Wichtig ist uns jedoch, dass auch diejenigen Personen effiziente Hilfen zum Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit erhalten, die nicht unmittelbar in den so genannten ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden können. Hierzu zählen Langzeitarbeitslose, die Arbeitslosengeld II ("Hartz IV“) erhalten, Arbeitslose mit Migrationshintergrund und sprachlichen Problemen sowie Personen mit Suchtproblemen oder Wohnungslose.
Die Umsetzung basiert auf zwei aufeinander abgestimmten und ineinandergreifenden Konzeptelementen: Zum einen auf den Aktivitäten im Rahmen des ESF-Projektes und zum anderen in der Maßnahme zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung nach § 16 SGB II i. V. m. § 46 SGB III.
Während das ESF-Projekt stark auf individualisierte, personenbezogene Aktivitäten ausgerichtet ist, liegt der Schwerpunkt der Maßnahme zur Aktivierung und zur beruflichen Eingliederung überwiegend auf Gruppenangeboten. Dabei erfolgt die Feststellung, Aktivierung und Entwicklung von personenbezogenen Fähigkeiten und Fertigkeiten teilprojektübergreifend als Gruppenangebot, die Vermittlung fachpraktischer Inhalte sowie die sozialpädagogische Betreuung wird personenbezogen in den einzelnen Teilprojekten durchgeführt.
Im aktuellen Förderzeitraum wirken folgende zwei Teilprojekte der Träger zusammen:
"Second Chance“ der Diakonie in Kooperation mit der wohnungslosenhilfe biberach e.V.. Das Angebot richtet sich an Langzeitarbeitslose, Sozialhilfeempfänger/-innen, Personen mit Migrationshintergrund und Wohnungslose. Sie erlernen Tätigkeiten wie einfache Verwaltungsaufgaben, Wohnungsrenovierungen und Kleinumzüge oder leisten Praktika im Diakonie-Lädele und in Betrieben. Parallel dazu erfolgt die Betreuung durch sozialpädagogische Fachkräfte, die von der Unterstützung bei familiären Problemen über die Hilfe bei der Wohnungssuche bis hin zur Schuldenberatung reicht.
"Cafe KUMM“ des Vereins für soziale Heimstätten e.V. Dornahof, Altshausen. Hauptsächlich gering- oder unqualifizierte Frauen, viele davon allein erziehend, sind im Projekt beschäftigt. Sie können im Bereich Gastronomie und Catering unter realen Bedingungen Erfahrungen in der Berufswelt sammeln. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, Praktika in Betrieben des ersten Arbeitsmarktes zu absolvieren. Auch dieses Teilprojekt beinhaltet eine sozialpädagogische Betreuung.
In den vergangenen Jahren konnten durch die Arbeit des Netzwerks erhebliche Erfolge bei der persönlichen Stabilisierung und beruflichen Eingliederung benachteiligter Personen erzielt werden.
Informationen über die Arbeit des Netzwerkes von 2000 - 2011 erhalten Sie hier.
Weitere Informationen über das Netzwerk finden Sie auf der Projektwebseite.
Projekträger
Kolping-Bildungswerk Württemberg e.V., Stuttgart, Deutschland
Träger der Teilprojekte
Diakonische Bezirksstelle Biberach in Kooperation mit wohnungslosenhilfe biberach e.V.
Verein für soziale Heimstätten e. V. Dornahof, Altshausen
Ansprechpartnerin
Janine Koark, Assistenz EU point projects & more
janine.koark(at)kolping-bildungswerk.de
EU-Förderprogramm
ESF Ziel 2
Gesamtfördersumme
200.000 €
Förderzeitraum
01.01.2012 - 31.12.2012
Unterstützt durch das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.



