Projekte & Menschen
Am Abendgymnasium des Kolping-Bildungszentrums treffen sich zu verschiedenen Gelegenheiten immer interessante Menschen. Auf diesen Seiten stellen wir sie Ihnen vor: Unsere Schülerinnen und Schüler, Referenten, die uns während des Schuljahrs besuchen, unsere Symposium-Gäste.
22 Abiturienten erhielten den „Schlüssel zur Zukunft“

- Maren Leopold hielt die Abiturientenrede

- Smalltalk und zukunftspläne am Buffet

- Shqipe Gashi, Nicole Siwiec und Selma Celic mimten die Hexen, die Macbeth in Bedrängnis bringen

- Peter Baust, stellvertretender Leiter des Kolping-Bildungszneturms, überreichte den hauseigenen Maturapreis an die Jahrgangsbesten, Maren Leopold (li.) ud Stefanie Karle
22 Abiturienten haben am Abendgymnasium des Kolping-Bildungszentrums ihr Abitur bestanden – der stärkste Abschlussjahrgang, der seit Gründung der Schule 1990 dort unterrichtet wurde. „Sie haben den Schlüssel zur Zukunft in der Hand“, beglückwünschte Schulleiter Norbert Wacker die Absolventen.
Nicht nur symbolisch, sondern mit Ergebnissen aus der jüngsten Shell-Studie unterlegte Wacker diesen hohen Stellenwert des Abiturs. Mit Bezug auf Bundespräsident Horst Köhler mahnte er: „Demokratie braucht Bildung“, umso dringender, als Deutschland sich im globalen Wettbewerb von Bildungssystemen behaupten müsse. Junge Leute gingen allerdings in der Planung ihres Werdegangs leistungsbereiter und zielorientierter vor denn je.
Dass es dafür nie zu spät ist, beweisen auch die Abgänger des Abendgymnasiums 2007, die zum Teil ganz neue Weg gehen: Florian Hofacker aus Abstatt tauscht seinen Arbeitsplatz im Konstruktionsbüro eines Industriebetriebs gegen einen Studienplatz, um als Theologe und Historiker Lehrer zu werden, Michael Reinhardt aus Pfedelbach, bisher Assistent für Biotechnologie, sucht ebenfalls als Geisteswissenschafter neue Erkenntniswege. Dominika Pawlowski aus Heilbronn beendet mit dem Abitur eine einzigartige Kolping-Karriere: Auf den ersten Abschluss an der Fremdsprachenschule baute sie ihre Fachhochschulreife auf und strebt nach nunmehr fünf Jahren am Bildungszentrum eine wissenschaftliche Laufbahn mit den Fächern Germanistik und Philosophie an.
Dass Abendgymnasiasten neben dem Beruf in der Regel drei Jahre lang an vier Abenden die Woche die Schulbank drücken, würdigt das Kolping-Bildungszentrum mit dem eigens ausgelobten Matura-Preis. Zum ersten Mal vergab ihn der stellvertretenden Leiter des Bildungszentrums, Peter Baust, im Doppelpack, denn Stefanie Karle aus Erlenbach und Maren Leopold aus Schwaigern erreichten beide den Notendurchschnitt 1,9.
Der Gesamt- Notendurchschnitt aller lag bei erfreulichen 2,7, so Wacker. Maren Leopold erzielte die besten Ergebnisse in Biologie. Der Heilbronner Alexander Kechler als 15-Punkte-Absolvent in Physik wendet sich jetzt als Student seinem Fach zu. Scheffelpreisträgerin ist Carmen Manuil und der Apollinaire-Preis für die besten Französisch-Leistungen ging heuer an Kerstin Blau: die Friseurmeisterin aus Leingarten interessiert sich für Sprachen und Innenarchitektur.
Das Abschiedsgeschenk der Abendgymnasiasten aus den nachfolgenden Klassen war anspruchsvoll: Unter der Leitung von Deutschlehrerin Ute Metzger brachte die Theatergruppe Kernszenen aus Shakespeares Tragödie Macbeth auf die improvisierte Aula-Bühne. Düstere Prophezeiungen und Mordgedanken in den hochkarätigen Textpassagen vertrieben die Zeugnisverteilung und die anschließende Feier mit Schulvertretern, Lehrern, Verwandten und Freunden.

