Sinnespfad im Theaterkeller

Linda Remmlinger kredenzt Sinnestäuschungen im Glas
Linda Remlinger verteilt flüsige Täuschung für Geschmacksnerven.
Schmecken, riechen, sehen: Auf dem Pfad der Sinne ließen sich Theater-Besucher auf Überraschungen ein.
Durch Wattewolken schweben...
Oben oder unten? Der Betrachter entscheidet.
Schnuppern, schmecken, schauen: Theater-Gäste erkundeten den Sinnen-Pfad.
Oben oder unten? Eine Frage der Sichtweise.
Fotos: kbw

Rätselraten
Großer Andrang an der Test-Bar: rote und grüne Getränkeproben spielen den Geschmacksnerven einen Streich. Die Lösung des Rätsels, was die Probiergläschen enthalten, gibt Linda Remmlinger nicht sofort preis. Die angehende Grafik-Designerin von der Schule für Gestaltung im Kolping-Bildungszentrum hält beim Tag der offenen Tür im Stadttheater auf dem Pfad der Sinne die Stellung an der Probier-Bar. Daneben verströmen Kunst-Blumen heftige Düfte und der Blick durchs Schlüsselloch einer verschlossenen Tür stellt die Besucher vor weitere Rätsel: Welche beiden Tiere sind da zu sehen?

Kurz-Engagement
Die erste Grafik-Designer-Klasse der Schule für Gestaltung hat nicht nur den  Samstag im Heilbronner Theater verbracht, der viele Neugierige zum Blick hinter die Kulissen verlockte. In der Woche vor dem Tag der offenen Tür war der Projekt-Unterricht der Klasse komplett ausgelagert in die Theater-Katakomben.

Zur Umsetzung seiner Idee, einen Pfad der Sinne aufzubauen, hat sich Carsten George, Abteilungsleiter im Theater, die kreativen Schüler zu Hilfe geholt. Bei dem Projekt, das die Kolping-Dozenten Jürgen Häffner, Peter Keilbach und Laura Wenisch begleiteten, war handwerkliches Geschick gefragt. In schwarz ausgekleideten Gängen waren optische und andere Sinnestäuschungen zu installieren. Lichteffekte sollten die Illusionen von bewegten Mustern an den Wänden oder vom Schweben auf Schaumstoffmatratzen unter Wattebällchenwolken verstärken. Das beleuchtete Brett, über das die Besucher balancierten, musste Schritte in Klänge umsetzen.

„Das war viel Arbeit“, sagt Linda Remmlinger. Unter Zeitdruck zu stehen und es trotzdem zu schaffen, nennt sie eine gute Erfahrung. Dass die Teamarbeit super geklappt hat, freut auch ihre Klassenkameradin Madeleine Hoffmann.  Freundlich ermutigte sie am Tag der offenen Tür die Theaterbesucher, sich auf Entdeckungsreise in die schwarzen Gänge zu begeben. Um am Schluss herauszufinden, dass simpler Apfelsaft anders schmeckt, wenn er eine andere Farbe hat als gewohnt.

Mittwoch, 8. Februar 2012
Qualitätsgemeinschaft