"Ein guter Tag für die Bildungsstadt Heilbronn"

„Sie haben den belebtesten Schulhof in Heilbronn“ sagte Bürgermeister Harry Mergel bei der feierlichen Einweihung des neuen Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums. Der Kiliansplatz war gemeint, denn mit dem Einzug in zwei Stockwerke des neuen Klosterhof-Gebäudes hat das Kolping-Bildungszentrum (KBZ) seinen dritten Standort in der Käthchenstadt an exponierter Stelle gefunden.
48 Schülerinnen und sechs Schüler streben im ersten Jahrgang im staatlich anerkannten Sozialwissenschaftlichen Gymnasium (SG) das Abitur an. Bisher hat sich das Bildungszentrum in Heilbronn als Träger von Weiterbildungen einen Namen gemacht. Mit dem Sozialwissenschaftlichen Gymnasium beschreitet der Träger auch den ersten Bildungsweg. Den Boom beruflicher Gymnasien in Baden-Württemberg führte Festredner Georg Wacker, Staatssekretär im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, darauf zurück, dass private Bildungsträger auf tiefgreifende Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft schnell reagieren: Berufliche Gymnasien hätten das Potenzial, den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg mit dem nötigen qualifizierten Nachwuchs zu versorgen. Die Bereitschaft der Wirtschaft, Veränderungen mit zu tragen und Herausforderungen anzunehmen, gehe mit der Innovationskraft des beruflichen Bildungssystems einher.

Diese hat sich an der Einrichtung des neuen Gymnasiums gezeigt. In nur drie Monaten sind die neuen Räume im Klosterhof eintstanden. eine moderne, angenehme Lernumgebung soll Neugier, Interesse am methodischen Arbeiten und Erfolge fördern.  Lob für die Führungsmannschaft vor Ort und vor allem für Schulleiter Norbert Wacker, den „Kenner und Pädagogen“, hatte Dr. Carsten Breyde, Vorstand des Kolping-Bildungswerks, aus Stuttgart mitgebracht. Hatten sich Kritiker noch 2006  gegen berufliche Gymnasien sozialwissenschaftlicher Richtung ausgesprochen, mache sich inzwischen der Mut, lange vorauszudenken, bezahlt: „Wissen und Können sind die einzigen Rohstoffe, die sich bei Gebrauch vermehren“, gab Breyde zu bedenken und wünschte, dass die Schülerinnen und Schüler „mutig und gestärkt hier herausgehen.“
Dass das Interesse an der neuen Schule groß bleibt, war sich Institutsleiterin Ilona Bräuninger gewiss: Für viel Sachverstand und Herzblut, das ihre Mitarbeiter bis zur Einweihung investiert haben, dankte sie.
Schon in den ersten sechs Unterrichtswochen ist Gemeinschaftssinn in das neue Gebäude eingezogen. Der Schüler-Service bei Empfang und Bewirtung bei der Einweihung funktionierte reibungslos. Gemeinschaftssinn war nicht nur an den Schul-T-Shirts zu sehen, sondern auch am jugendlich-spontanen Applaus beim kulturellen Rahmenprogramm zu spüren: Das Sänger-Quartett des Theodor-Heuss-Gymnasiums unter der Leitung von Johannes Schrader sang Abba-Songs, die Theatergruppe des Kolping-Abendgymnasiums spielte unter Regisseurin Ute Metzger Szenen aus der Commedia dell’Arte. 

Fotos: KBW/ David Prior


Samstag, 4. Februar 2012
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