Aufbruch ins Berufsleben ohne Sprachbarrieren
Mit rund 200 Gästen und einem Mammut-Programm haben 44 Fremdsprachenschüler/-innen des Kolping-Bildungszentrums ihren Abschluss gefeiert: 23 frisch gebackene Fremdsprachenkorrespondent/-innen und 21 Europasekretär/-innen hatten im Heilbronner Haus des Handwerks ein teils stimmungsvolles, teils lustiges Programm zusammengestellt – neben den Vorbereitungen für die mündlichen Prüfungen Ende September. Es ging auf Mitternacht zu, als sie ihre Zeugnisse entgegen nahmen. Bei einem Durchschnitt von 1,8 bei den scheidenden Europasekretär/-innen bekam Spanischlehrer Alejandro Arilla glänzende Augen: „Das ist ein Wunder“, freute er sich mit der Abschlussklasse 2009 und verteilte zusammen mit seinem Kollegen Elbio Caletti eifrig Urkunden, Glückwünsche und Küsschen.
Elf Schülerinnen bleiben der Fremdsprachenschule erhalten und satteln in einem zusätzlichen Jahr den Abschluss Europasekretär/-in drauf. Sabrina Holzhauer und Ann-Sophie Schell haben sich für diesen Weg entscheiden und genießen gerade einmal drei Tage Ferien, bevor sie wieder durchstarten. Alexandra Iuga geht als Europasekretärin ins Praktikum: Zur Abschlussfeier saß sie schon auf gepackten Koffern für ihre Reise nach Straßburg, wo sie ihre Stelle im Europarat antrat. Andere Kolleg/-innen haben Aussicht auf Festanstellung in heimischen Firmen oder sind bereits in einen neuen Job eingestiegen wie Sandra Homm, die mit Tochter Jennifer ihren Abschluss feierte. Dass ihnen die Lust am Entdecken und die Neugier auf Unbekanntes erhalten bleibt, wünschte auch denen, die noch keinen festen Zukunftsplan haben, Schulleiterin Helena Strümann. Ihr sehr emotionaler Redebeitrag war unterlegt mit Szenen aus dem Film „die Möwe Jonathan“, den sie als Sinnbild für das Streben nach neuen Zielen interpretierte.
Neue Ziele im Sinne eines Umdenkens und Umgestaltens in Arbeit und Gesellschaft sah Ilona Bräuninger, Institutsleiterin des Kolping-Bildungszentrums, als Herausforderung an die junge Generation, die jetzt ins Berufsleben aufbricht. Dass in dieser beruflichen Zukunft nicht nur das Bruttosozialprodukt, sondern auch die im fernöstlichen Königreich Buthan geprägte Idee eines Bruttosozialglücks zählen, war ihr Wunsch für die Fremdsprachenschul-Absolvent/-innen.
In ihrer von Ulf Seitz moderierten Feier setzten die Schüler/-innen auf eigene Talente: Auf die wunderbare Stimme von Europasekretärin Leonie von Bülow, die mit ihrer Band My Humble Self und Eigenkompositionen vortrug und sich von ihren Jungs Alexander Eckbauer, Raphael Eschenbacher, Lennart van Wanum und Simon Fuchs auf ihren Gitarren begleiten ließ. Oder auf ihre lebhafte Kameradin Nabila Dalouh, die im Kolping- Schulalltag fehlen wird. Marshmallows, Baguette oder spanische Dauerwurst hatte sie für die Sprachlehrer im Handgepäck und moderierte aus dem Handgelenk die Lehrer-Karaoke-Show, bei der die Englischlehrerinnen Diana Dörr-Fingerhuth, Jeannet Degener und Barbara Pröll als Abba-Mädels glänzten. Kommunikationslehrer Florian Ahlborn sang und trug seinen Schüler/-innen das Tucholsky-Gedicht „Das Ideal“ vor. Foto- und Filmeindrücke von Studienreisen nach Madrid und Umgebung oder Paris gaben den geladenen Familien und Freunden einen Eindruck vom Schulleben und den Höhepunkten während der Kolping-Jahre.



























